Flownative Beach

Preisanpassungen zum 1. Juli 2026

Zum ersten Mal seit über 10 Jahren – seit es Flownative Beach gibt – müssen wir unsere Preise erhöhen. Wegen der extrem gestiegenen Hardware-Preise (Stichwort: "Ramageddon") hat unser wichtigster Zulieferer Hetzner seine Preise drastisch gesteigert. Da die Höhe der Anpassungen nicht vorher bekannt war, wurden auch wir von deren Ausmaß überrascht. Uns bleibt leider nichts anderes übrig, als die höheren Kosten relativ kurzfristig auch an unsere Kunden weiter zu geben.

Im Folgenden erläutere ich dir die Hintergründe zu diesen Anpassungen. Wenn du an den Details weniger interessiert bist und einfach wissen möchtest, welche neuen Preise jetzt bei uns gelten, lies direkt weiter ab "Flownative Beach Preise ab 1. Juli".

Hetzner erhöht Preise zweimal innerhalb weniger Wochen

Die erste Ankündigung einer Preiserhöhung erhielten wir von Hetzner im März. Wir machen unserem Infrastruktur-Provider da auch keine Vorwürfe – die Hardware-Preise, insbesondere für RAM und Festspeicher, sind bekanntermaßen durch den hohen Bedarf der KI-Konzerne in schwindelerregende Höhen gestiegen. Je nach Speichertyp haben sie sich innerhalb von sechs Monaten teilweise vervierfacht!

Die erste Preiserhöhung fiel mit für uns durchschnittlich rund 30 % noch moderat aus. Wir hatten deshalb beschlossen, die weitere Entwicklung erst einmal zu beobachten und auf einen Teil der Marge zu verzichten, die wir uns in den letzten Monaten (mühsam) durch bessere Automation erarbeitet hatten.

Dann kam jedoch kurze Zeit später eine zweite Ankündigung: Am 15. Juni würden die Preise noch einmal erhöht. Die genaue Preisliste würde aber erst am Tag der Erhöhung veröffentlicht. Das war, gelinde gesagt, nicht sehr nett – wie sollen wir unsere Kostenrechnung planen, wenn wir nicht wissen, was wir ab Mitte Juni zahlen?

Die Erhöhung im Juni stellte sich dann als noch schlimmer heraus als befürchtet:

Preise für einige unserer genutzten Servertypen wurden um bis zu 350% erhöht!

Ich bin kein Fan von fettgedrucktem Text, aber diese Information muss man kurz sacken lassen. Ein Bare-Metal-Server, den wir für Kubernetes Control-Plane-Nodes nutzen, kostet jetzt mehr als das Vierfache. Der Preis für unsere leistungsfähigen Worker-Nodes stieg auf das 3,5-fache. 

Auswirkungen auf unsere Kostenstruktur

Unsere voll gemanagten Beach-Projekte bestehen aus mehreren Komponenten: Projekten, Builds, Datenbanken, Object Storage, Monitoring, Metriken und Beach-Instanzen. Die Kosten dafür entstehen einerseits durch unsere Entwicklungs- und Administrations-Arbeit und andererseits durch Rechenleistung, RAM, Festspeicher, Netzwerk und weitere Dienste, die wir einkaufen. Eine Preissteigerung bei Hetzner um 300 % bedeutet deshalb nicht automatisch, dass die Beach-Rechnung im gleichen Maße steigen muss.

Am direktesten betroffen sind unsere Instanzen, denn ihr Preis hängt am stärksten von Hetzners Leistung ab. Der größte Anteil entfällt unmittelbar auf die Hetzner-Kosten für CPU und RAM. Dazu kommt, dass wir im Cluster stets einen gewissen Kapazitätspuffer vorhalten, damit deine Anwendung jederzeit skalieren kann. In einer Instanz steckt aber noch mehr als reine Rechenleistung: Auch die automatischen Builds deines Projekts, der Traffic (bis zu einem gewissen Umfang) und die Backups deiner Instanzen sind darin enthalten.

Weil die Hetzner-Erhöhung bei den Beach Instanzen am direktesten durchschlägt, steigen ihre Preise stärker als die der Projekt-Pakete. Wir geben die Steigerung aber nicht eins zu eins weiter: Während sich Hetzners Preise für die von uns genutzten Servertypen teilweise vervierfacht haben, steigen unsere Instanz-Preise im Schnitt nur auf das Doppelte. Den Unterschied fangen wir ab.


» Wir mildern die Preissteigerungen von Hetzner ab, indem wir auf einen Teil des Überschusses, den wir uns durch Optimierungen in den letzten Monaten erarbeitet haben, verzichten. «


Auch unsere Kosten sind in den letzten 10 Jahren immer weiter gestiegen. Wir haben die Preise trotzdem nie erhöht, weil wir durch immer bessere Automation und optimierte Abläufe an anderer Stelle sparen konnten. Damit die Kostensteigerung für unsere Kunden jetzt nicht so hoch ausfällt, verzichten wir auf einen Teil der Einnahmen, die wir uns in den letzten Monaten durch den Wechsel von Google zu Hetzner erarbeitet haben.

Natürlich haben wir uns auch noch einmal intensiv Alternativen zu Hetzner angesehen. Aber auch bei den anderen Anbietern schlagen sich die Hardware-Preise in starken Preiserhöhungen nieder. Viele haben diese bereits dieses Jahr vorgenommen, die übrigen planen sie für die nahe Zukunft.

Wir sind deshalb davon überzeugt, dass wir mit unserer Strategie, auf Hetzner und in zunehmendem Maße auf Bare-Metal-Server zu setzen, richtig liegen. Günstiger sind in Europa Leistungen in dieser Qualität einfach nicht zu haben.

Flownative Beach Preise ab 1. Juli

Ab kommendem Monat gelten neue Preise für Flownative Beach. Wir hätten unseren Kunden gerne eine längere Vorlaufzeit gegeben; weil aber die Ankündigung von Hetzner auch für uns sehr spät kam und die Auswirkungen relativ dramatisch sind, können wir mit unseren Preisanpassungen nicht länger warten.

In der folgenden Tabelle findest du die wichtigsten Änderungen im Überblick:

ProjekteBisheriger PreisNeuer PreisErhöhung
Micro5 €5 €0 %
Starter19 €25 €32 %
Essential49 €59 €20 %
Business159 €189 €19 %
Premium499 €599 €20 %
InstanzenBisheriger PreisNeuer PreisErhöhung
S9 €19 €110 %
M19 €39 €105 %
L49 €89 €82 %
XL69 €189 €174 %
XXL (neu)-399 € 

Alle Preise verstehen sich netto, zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer. 

Eine vollständige Liste der neuen Preise findest du in diesem PDF:

20260701-Beach Pakete und Preise.pdf

und ab 1. Juli auf der Beach Preis-Seite.

 

Ab dem 1. Juli 2026 gelten diese Preise für alle Beach-Pakete. Du musst dafür nichts tun: Dein Beach-Vertrag läuft – wie gewohnt – monatsweise und verlängert sich automatisch um jeweils einen weiteren Monat. Ab Juli rechnen wir nach den neuen Preisen ab (selbstverständlich nicht rückwirkend), die neuen Preise erscheinen also erstmals auf der Rechnung am 1. August.

Wenn du mit den neuen Preisen nicht einverstanden bist, kannst du deinen Beach-Vertrag wie immer jederzeit zum Monatsende kündigen – eine kurze Nachricht in Textform genügt. Nähere Informationen dazu findest du in unseren AGB.

Flowtogether 2026 – unser Strategieworkshop im Juni

Was die Zukunft bringt

Wir wissen zwar nicht, wie sich der Speicher-Markt entwickeln wird. Aber diese Erhöhung scheint Hetzner zumindest für längere Zeit Luft zu verschaffen. Dazu kommt, dass wir weiter an Möglichkeiten arbeiten, Applikationen in Beach effizienter zu betreiben. Wir unterstützen dich gerne dabei, dein Projekt zu optimieren – oft lassen sich durch einen cleveren Einsatz von Caching und Speicheroptimierungen spürbar Ressourcen einsparen.

Letzte Woche haben wir Flownatives uns zu einem Strategie-Workshop getroffen. Dabei ging es um die vielen Ideen, die wir für die Weiterentwicklung von Flownative Beach haben. Nicht zuletzt durch KI hat sich in unserem Umfeld einiges geändert – und dem wollen wir mit neuen, innovativen Features in Beach Rechnung tragen. Nicht so, wie es alle tun, sondern in unserem eigenen, persönlichen Beach-Style.

Uns ist bewusst, dass eine Preiserhöhung nie eine willkommene Nachricht ist – danke, dass du Flownative Beach die Treue hältst. Wenn du Fragen oder Anregungen hast oder gemeinsam mit uns auf die Kosten deines Projekts schauen möchtest, melde dich jederzeit gerne bei uns!

Viele Grüße von
Karsten, Christian und Robert


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